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Persön­liche Hilfe

Alles für Ihre Hochzeits­rede als Brautvater.

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I.) Häufige Fragen Brautvaterrede

1.) Überblick: Was sagen – und was nicht?

a) Was sagt der Brautvater zur Hochzeit?

Was sollte in Ihrer Hoch­zeits­rede als Braut­vater enthalten sein? Bereits seit über 20 Jahren schreibe ich persön­liche Hoch­zeits­reden für Braut­väter. Mit meiner folgenden Check­liste können Sie Ihre Braut­vater-Rede auch aufbauen und glie­dern:

  • Drücken Sie Ihre Freude über die Hoch­zeit aus
  • Erin­ne­rungen an die Kind­heit der Tochter
  • Loben Sie die Braut für ihre Tugenden
  • Loben Sie möglichst auch den Bräu­tigam für seine Tugenden
  • Betonen Sie die Liebe und das bishe­rige gemein­same Leben des Brautpaars
  • Begrüßen Sie den Bräu­tigam offi­ziell in Ihrer Familie
  • Malen Sie – lange über den schönen Tag hinaus – eine wunder­volle Zukunft aus
  • Plat­zieren Sie Ihre guten Wünsche zur Hoch­zeit mit einem Toast
Es bleibt Ihnen über­lassen, ob Sie dem Paar auch Tipps und Ratschläge mit auf den Lebensweg geben, was natür­lich altklug wirken kann.

b) Was sollte ich nicht sagen als Brautvater?

Die Bedeu­tung Ihrer Rede für Sie als Braut­vater kann ich auch privat nach­emp­finden. Ich bin selbst Vater einer zauber­haften Tochter. Ich möchte Sie als Braut­vater vor mögli­chen Fett­näpf­chen und Fauxpas‘ bewahren:

  • Kontra­pro­duk­tive Flos­keln wie „Ich verliere keine Tochter, sondern gewinne einen Sohn“ oder „… mit einem lachenden und einem weinenden Auge“. Werfen Sie nicht Worte wie „verlieren“ oder „weinen“ in den Raum! Formu­lieren Sie positiv.
  • Sagen Sie kein biss­chen ohne Bedacht – und eher nichts, was alle schon wissen („Liebes Braut­paar, ihr habt heute vor dem Altar ja gesagt – ihr habt geheiratet“).
  • Muster­reden meidet jeder gute Hoch­zeits­redner wie der Teufel das Weih­wasser. Denn Muster­reden wirken unper­sön­lich – und bergen die Gefahr, dass Sie jemand mit einfa­chem Googeln als Plagiator entlarvt. Es wirft auch ein schlechtes Licht auf Sie, wenn Sie Ihre persön­li­chen Worte auf Ihre Tochter irgendwo aus dem Internet heraus­ko­piert haben.
  • Heißen Sie die „lieben Gäste“ des Braut­paars keines­falls „recht herz­lich will­kommen“. Sie als Braut­vater sind ein Gast, an diesem Tag der Liebe. Viel­leicht sind Sie auch Sponsor der Feier – aber Sie sind nicht der Gast­geber. Das Begrüßen der Hoch­zeits­gäste bleibt dem Braut­paar vorbehalten.
  • Das Thema Finanzen. 🙂

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2.) Zeitraum + Reihenfolge: Wann hält der Brautvater seine Rede?

Eine der häufigsten Fragen, die mir Braut­väter im Rahmen unserer Zusam­men­ar­beit stellen:

„Wann halte ich meine Rede als Braut­vater idealerweise?“

Wann wird die Braut­va­ter­rede gehalten?

Hier muss man zwei Dinge ausein­an­der­halten: Zeit­raum und Zeitpunkt.

1.) Zeit­raum: Wann im Verlauf der Hoch­zeits­feier erfolgt die Rede des Braut­va­ters an das Braut­paar (zum Beispiel schon beim Sekt­emp­fang oder erst beim Festessen)?

2.) Zeit­punkt: Welche Posi­tion nehmen Sie als Braut­vater im Rednerreigen ein; also in jenem Zeit­raum, in dem auch andere Betei­ligte ihre Hoch­zeits­reden halten?

Die Antworten auf diese Fragen sind durch die Hoch­zeits­pla­nung meist schon vorgegeben.

Aller­dings lässt sich im Vorfeld oft noch verhandeln!

Deshalb lohnt es sich für Sie als Braut­vater, den besten Zeit­raum und Zeit­punkt zu kennen – um einen best­mög­li­chen Auftritt zu erzielen:

1.) Wann im Verlauf der Feier redet der Brautvater?

Der ideale Zeit­punkt an diesem Tag, für Sie und Ihr Publikum:

Beim Abend­essen – und zwar nach der Vorspeise bzw. vor Buffet-Eröffnung.

Ihr Publikum sollte sitzen (und sich nicht die Beine in den Bauch stehen) sowie bereits etwas im Magen haben, aber noch nicht zu viel.

Hier darf ich mich einmal selbst zitieren, aus einem Inter­view der Nach­rich­ten­agentur dpa mit mir. Komplett lesen Sie es u. a. in der Tages­zei­tung DIE WELT:

Gäste mit knur­rendem Magen sind keine guten Zuhörer.

Es ist deshalb besser, wenn sie zumin­dest schon die Vorspeise zu sich genommen haben.

Sehen Sie den Hauch einer Chance, Einfluss zu nehmen auf die Orga­ni­sa­ti­ons­pla­nung der Hochzeitsfeier?

Dann versu­chen Sie es, wenn Ihnen ein anderer Rede-Zeit­punkt zuge­wiesen werden sollte.

2.) Redner-Reihenfolge: Wann kommt der Brautvater?

Wer hält die Rede bei der Hoch­zeit? Die Rede des Braut­va­ters ist die wich­tigste Rede der gesamten Hochzeitsfeier.

Die Hoch­zeits­rede als Braut­vater kommt daher in der Abfolge vor der Hoch­zeits­an­sprache des Bräu­tigam-Vaters (oder der Mutter Ihres Schwiegersohns).

Ihr Auftritt liegt in der Reihen­folge auch vor den Hoch­zeits­reden von Trau­zeuge, Bruder/Schwester und Freunden.

So weit, so eindeutig.

Wie ich als Reden­schreiber aus zahl­rei­chen Gesprä­chen mit Braut­vä­tern weiß, entstehen für den Braut­vater jedoch weitere Fragen zur Abfolge der Hochzeitsreden.

Im Folgenden die drei häufigsten Fragen:

„Was, wenn meine Frau eben­falls eine Rede halten möchte?

Gilt dann „Ladies first“?

In diesem Fall nicht.

Auch Ihre Frau, mit ihrer Rede als Braut­mutter, ist nach Ihnen an der Reihe.

Weil das kein gutes Bild abgibt, denken Sie an eine Alternative:

Gemeinsam reden!

Sie können die Hoch­zeits­rede gemeinsam als Eltern halten (idea­ler­weise in Dialog­form, als Zwiegespräch).

Dies sorgt für ein schönes, posi­tives Bild – und auch auto­ma­tisch für einen lebhaf­teren Vortrag, dank Abwechs­lung durch stän­dige Sprecherwechsel.

„Und meine Tochter … wenn sie als Braut redet?

Meine Tochter ist doch die Hauptperson!“

„Braut­rede“ bedeu­tete tradi­tio­nell immer: Hoch­zeits­rede des Brautvaters.

Unter „Braut­rede“ versteht man mitter­weile die Rede der Braut.

Ja, heut­zu­tage hält auch die Braut immer öfter eine Hochzeitsrede.

Aber eines ist (Stand: 2021) gleichgeblieben:

Sollte Ihre Tochter als Braut reden, muss sie Ihnen eben­falls den Vortritt lassen in der Redner-Reihenfolge.

Der Vater muss den Anfang machen mit seiner Hochzeitsrede.

Selbst die große Abend­rede des Bräu­ti­gams hat nach Ihrer Rede zu erfolgen.

„Vor mir will mein Schwie­ger­sohn aber die Hoch­zeits­gäste begrüßen.

Wer darf denn nun den Anfang machen?“

Dies ist tatsäch­lich die einzige Ausnahme von der Regel, dass der Braut­vater immer zuerst kommt:

Kurze Begrü­ßungen!

Ihr Schwie­ger­sohn darf vor Ihnen Begrü­ßungs­worte von sich geben, in seiner Rolle als Gastgeber.

Das gilt ebenso für die Begrü­ßung als Braut oder Braut­paar – sowie für den Gast­stät­ten­be­treiber, Hotel­di­rektor oder Küchenchef.

All diese Personen dürfen die Gäste will­kommen heißen, noch vor Ihrer Hoch­zeits­rede als Brautvater.

Aber nur kurz! Also nicht im Ausmaß einer regel­rechten Hoch­zeits­rede, sondern nur in zwei, drei Sätzen.

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3.) Wie lang sollte ich als Brautvater reden?

Mindes­tens 3 Minuten.

  • 4 und 5 Minuten sind eine ange­mes­sene Länge
  • ab zirka 7 Minuten wird Ihre Braut­vater-Rede lang
  • mehr als 10 Minuten werden meist als zu lang empfunden

Die Hoch­zeits­rede gehört zu Ihren wich­tigsten Aufgaben als Braut­vater an diesem Tag.

Doch wird Ihre Hoch­zeits­rede als Braut­vater auto­ma­tisch bedeu­tender, beein­dru­ckender – besser …

Je länger sie ist?

Miss­fällt Ihre Ansprache dem Publikum, haben Sie Ihre Aufgabe nicht wirk­lich erfüllt.

Deshalb denken Sie bei der Rede­länge ans Publikum.

Was wünschen sich Ihre Zuhörer?

Anders gefragt:

Was haben alle Ihre Zuhörer bei der Hoch­zeits­feier gemeinsam?

Alle mögen kurze Reden.

Sie können deshalb Ihrem Publikum explizit verspre­chen, dass Sie sich kurz­fassen mit Ihrer Hoch­zeits­rede als Brautvater.

Tun Sie dies am besten schon zu Beginn Ihrer Hochzeitsansprache.

Wie formu­lieren Sie dies als Vater der Braut?

Möglichst kurz und knapp!

Vermeiden Sie lang­at­mige Flos­keln wie:

Ich glaube, dass ich mir als Braut­vater ange­sichts der nun doch schon recht deut­lich fort­ge­schrit­tenen Zeit erlauben darf, mich mit meiner Hoch­zeits­rede etwas kürzer zu fassen als von mir im Vorfeld geplant, was doch vermut­lich ganz im Sinne des Braut­paars und ealler Hoch­zeits­gäste sein dürfte …“

Formu­lieren Sie Ihr Verspre­chen, kurz zu spre­chen, möglichst kurz.

Denn damit signa­li­sieren Sie direkt, dass Sie Ihr Verspre­chen auch einhalten – oder sich zumin­dest darum bemühen.

Deshalb empfehlen sich Formu­lie­rungen wie

„Ich fass‘ mich kurz mit meiner Hochzeitsrede“

oder noch kürzer

„Ja, ganz kurz, liebe Hochzeitsgäste!“

Verzichten sollten Sie auf die folgende Formulierung:

„Ich will gar keine lange Rede halten.“

Warum werfen Sie die Formu­lie­rung „lange Rede“ in den Raum, wenn Sie eine kurze Rede halten möchten?

(Ob Sie dann tatsäch­lich eine lange oder eine kurze Braut­va­ter­rede halten, ist natür­lich eine ganz andere Frage.)

Es geht für Sie als Braut­vater darum, eine kurze, knappe Ansprache explizit zu verspre­chen.

Perfekt sind indi­vi­du­elle Herlei­tungen und Anspie­lungen, mit denen Sie nahtlos ins eigent­liche Thema einsteigen, also ins Hoch­zeits­thema. Sehen Sie dazu ein Beispiel:

Brautvater-Versprechen, kurz zu sprechen

Beispiel-Formu­lie­rung, vor allem für den Rede-Einstieg:

„Liebe Eva, lieber Adam – liebe Hochzeitsgäste!

Ja, eine Hoch­zeits­rede vom Braut­vater muss sein. 🙂

Aber sie wird bestimmt nicht so lang wie unser Braut­paar verlobt war. 🙂

Denn sieben Jahre sind eine lange Zeit.

Eine Zeit, in der zwei Menschen wirk­lich heraus­finden können, ob sie in guten und auch schlechten Tagen Halt anein­ander finden.

Die Erkenntnis ist wohl recht positiv ausgefallen.

Was uns schon die Exis­tenz der heutigen Festi­vität unzwei­deutig signalisiert. 🙂

Inso­fern darf ich mich tatsäch­lich kurz­fassen bei meiner Braut­vater-Rede – und werde dies auch tun!“ 🙂

(…)

Ob Sie sich lang- oder kurz­fassen möchten – machen Sie sich auf eines gefasst:

Mögli­cher­weise wird Ihre Rede­länge Ihnen sekun­den­genau vorge­schrieben, in einem aufwän­digen Ablaufplan.

Hoch­zeits­feiern sind heut­zu­tage ja oft durch­ge­taktet wie ein Militärmanöver.

Für die Rede­länge erfah­rungs­gemäß ein Vorteil!

Denn hält Ihnen Ihre Tochter eine Excel-Tabelle vom Wedding-Planner unter die Nase, auf der Sie sekun­den­genau die Dauer Ihrer Braut­va­ter­rede ablesen können und Ihr Rede-Einsatz gene­ral­stabs­mäßig verzeichnet ist – dann wird Ihnen in der Regel eine über­ra­schend kurze Rede­zeit vorgegeben.

Sind jedoch mehr als 7 Minuten für Ihren Auftritt einkal­ku­liert, igno­rieren Sie dies still­schwei­gend und beenden Sie Ihre Braut­vater-Rede einfach etwas früher.

Es wird niemandem auffallen.

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4.) Wie besiegt man sein Lampenfieber als Brautvater?

Reden als Braut­vater: Schon bei dem bloßen Gedanken daran perlt vielen Menschen der Schweiß von der Stirn. Während einer Hoch­zeits­feier aufstehen, um Aufmerk­sam­keit bitten … Abwarten, bis sich das Stim­men­ge­wirr gelegt hat … Und sich wünschen, dass hoffent­lich auch der Letzte beim Feiern verstummt – durch das unge­dul­dige Gezi­schel einer Tante. Dann ruhen alle Augen auf Ihnen.

Eine gewisse Nervo­sität und auch schlimmes Lampen­fieber: Das ist völlig normal. Ebenso zeigt die Praxis: Den Leiden des Braut­va­ters entspre­chen oft genug die Leiden seiner Zuhörer. Eine Ansprache zum Fest, eine Braut­rede zum „schönsten Tag im Leben“, kann ein Feuer­werk sein, eine kalte Dusche oder so pein­lich wie manche Hoch­zeits­spiele. Leider zählt sie in den seltensten Fällen zur ersten Kate­gorie. Schöne Geschenke zur Hoch­zeit sehen anders aus. Vorbe­rei­tung ist das wich­tigste Stich­wort, das erfolg­reiche Redner kennen.

Durch die Mühe der Vorbe­rei­tung kann sich viel Schweiß sparen, wer unsi­cher ist. Neben einem gut ausge­ar­bei­teten Rede­ma­nu­skript gibt es noch mehr Tricks, Rede­angst und Lampen­fieber zu über­winden. Doch jenseits der eigenen Befind­lich­keit sollte man(n) sich eine Tatsache deut­lich machen: Eine schlechte Ansprache bei der großen Feier der Liebe ist eine grobe Unhöf­lich­keit. Und sie erhöht sogar noch das Lampenfieber:

Eheschlie­ßungen bringen es tradi­tio­nell mit sich, dass die Zuhörer dem Redner ihre Aufmerk­sam­keit schenken; sie leihen ihm ihr Ohr. Mit anderen Worten: Das Publikum gibt Ihnen als Braut­vater bei Ihrer Rede einen Vertrau­ens­vor­schuss. Riskiert an diesem Tag unwie­der­bring­liche Lebens­zeit – in der Hoff­nung, dafür „etwas gesagt zu bekommen“. Und nicht bloß eine Reihung billiger Flos­keln und zusam­men­ge­stop­pelter Phrasen.

Gnade Gott jenem Braut­vater, der diese Hoff­nung enttäuscht. Wie reagieren Gäste auf eine schlechte Rede bei einer Hoch­zeits­feier? Mit deut­li­chen Signalen machen sie ihrer Lange­weile und ihrem Unmut Luft: Stöhnen und Stüh­le­rü­cken bei der Rede des Braut­va­ters, Kopf­schüt­teln und hoch­ge­zo­gene Augen­brauen, Gegähne, Geschwätz und Gewisper – oder gar Gerenne zum WC: demons­tra­tive Gäste-Abgänge zur Toilette. Solche Stör­si­gnale verun­si­chern Sie als Redner enorm, lassen das Lampen­fieber während der Braut­vater-Rede bestehen – oder es sogar ansteigen. Eine unzu­rei­chende Vorbe­rei­tung beein­träch­tigt Ihre Vortrags­si­cher­heit an dem großen Tag.

Obend­rein gilt für Ihre Ansprache in Vater-Funk­tion, dass eine Pflicht zu erfüllen ist: Jahr­hun­derte männ­li­chen Spotts und weib­li­cher Eman­zi­pa­ti­ons­be­mü­hungen haben es nicht geschafft, dem Hoch­zeitstag den Nimbus des „schönsten Tags im Leben“ zu nehmen. Der Braut­vater sollte dies lieber auch nicht versu­chen. Sonst wird der Nimbus für ihn zum Limbus – der Vorhölle. Geht es ums Heiraten, versteht so mancher keinen Spaß mehr, über den er bzw. sie bei einem Glas Wein noch gelacht hätte.

Leicht kann die Vorhölle hinterher zur wahr­haf­tigen Hölle werden. Wenn die Trau­zeugen oder Freunde des Braut­paars das schänd­liche Gestotter für die Ewig­keit fest­halten – auf YouTube oder Face­book. Ganz abge­sehen von dem gerechten Zorn von Braut und Brautmutter.

Daher sehen wir die Sache lieber positiv: Ihr Auftritt bei der Liebes-Feier ist eine Chance – die Sie nutzen sollten! Ich helfe Ihnen dabei. Ich bespreche mit Ihnen Ihre Rede als Braut­vater, verbes­sere oder schreibe sie komplett – und das können Sie kostenlos auspro­bieren. Nicht nur namhafte Unter­nehmen zählen zu meinen Kunden, sondern auch sehr viele Privat­leute in ihrer unge­wohnten Rolle als Brautvater.

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II.) Planvoll in 7 Schritten zu Ihrer Brautvaterrede

1. Wählen Sie die Tonart Ihrer Brautvater-Rede

Zahl­lose glück­liche Ehen wurden begonnen, ohne dass der Braut­vater sich jemals im Leben die Mühe einer Rede machte.

Warum also Sie?

Muss der Braut­vater eine Rede halten, weil es einer gemein­samen Konven­tion entspricht?

Weil Sie als Vater Ihre Meinung sagen möchten – oder Sie das Gefühl haben, Ihre Familie gegen­über der Familie des Bräu­ti­gams reprä­sen­tieren zu müssen? Even­tuell nach dem Motto:

„Diese arro­ganten Akade­miker nehmen uns als einfache Hand­werker doch gar nicht für voll!“

Dann fangen Sie viel­leicht so an:

Anspruchsvolle Brautvaterrede mit Zitaten

Beispiel-Formu­lie­rungen für Einstieg, Mittel­teil und Schluss:

„Liebes Braut­paar, liebe Hochzeitsgäste,

ich beginne mit Arthur Schopenhauer.

Die Nutzung von Scho­pen­hauer in einer Rede anläss­lich einer kirch­li­chen Hoch­zeit hat Vorteile.

Zuerst einmal versetzt die Nennung des Namens die Zuhö­rer­schaft in einen Schockzustand. 🙂

Dieser wiederum ist nur schwer von gebannter Aufmerk­sam­keit zu unterscheiden. 🙂

Zwei­tens hat Scho­pen­hauer kluge Dinge über die Ehe gesagt.

Ich verweise auf seine Bemer­kung, mit der Heirat halbiere man seine Rechte und verdop­pele seine Pflichten. 🙂

Er verglich das Heiraten eben­falls mit dem Versuch, mit verbun­denen Augen einen Aal aus einem Sack voller Schlangen herauszufinden. 🙂

Spätes­tens jetzt, liebe Hoch­zeits­gäste, werden Sie alle sich nur eine Frage stellen:

Wie kommt der – und damit meinen Sie mich 🙂 – aus dieser Sache – und damit meinen Sie diese Rede 🙂 – wieder heil heraus? 🙂

(hier die Auflö­sung)

Oder wollen Sie einfach „Stim­mung in den Laden bringen“?

Möchten Sie den Bräu­tigam in Ihrer Familie herz­lich will­kommen heißen – und dem Hoch­zeits­paar Ihren Segen geben, bevor alle ihre Gläser erheben?

Oder drängt es Sie, in diesem feier­li­chen Moment die Braut­leute an Ihren Lebens­er­fah­rungen teil­haben zu lassen?

Entspre­chend diesen Absichten und Vorgaben sollte der Ton der Rede gefunden werden.

Viel­leicht möchten Sie zum Beispiel mit einfa­chen und gefühl­vollen Worten Ihre Tochter in den Ehestand verabschieden?

Dann wählen Sie wahr­schein­lich das Format „Gedicht“. Selbst dann, wenn Sie – außer­halb einer Hoch­zeits­rede – übli­cher­weise eher selten in Reimen sprechen. 🙂

Ein Hoch­zeits­ge­dicht als Braut­vater sorgt mit einfa­chen Worten für eine gefühl­volle Stimmung:

Brautvaterrede als Gedicht

Beispiel-Formu­lie­rung für Einstieg oder Mittelteil:

„Lässt man ein wenig Anstand walten,
so muss man eine Rede halten, 🙂
an einem solchen großen Tag -
drum hört gut zu, was ich jetzt sag! 🙂

Als Braut­vater ist’s mir ein Vergnügen,
dieser Feier mit einer Rede zu genügen. 🙂

Wir wissen, früher oder später
betrifft es einmal alle Väter:

Wenn ihre Tochter flügge werden,
ist das kein leichter Tag auf Erden.

Das Haus ist plötz­lich still und leer,
so viel Gewohntes gibt’s nicht mehr.

Man hängt an allen Kindern sehr,
bei Töch­tern ist’s noch mal so schwer.

Vor kurzem noch im Kinderwagen
sieht man sie heut das Braut­kleid tragen.

Man denkt, sie ist noch winzig klein,
da parkt sie schon ihr Auto ein.

Auch wenn man’s manchmal anders will,
die Zeit steht leider niemals still.

Es ist nun einmal so auf Erden,
dass Kinder halt erwachsen werden.

Ich freu’mich über alle Gäste
und wünsch’dem Braut­paar nur das Beste!

Doch zwischen Blumen und Geschenken
heißt es nun: an die Zukunft denken.

An gut gestellte, sichere Weichen,
an Bahnen, die ein Leben reichen.“

(…)

Nicht in allen Fällen erscheint bei einer Hoch­zeits­rede als Braut­vater ein lustiger oder humor­voller Stil passend, während in anderen Fällen der besinn­liche, sach­liche oder gefühls­be­tont-poeti­sche Ton keine Freude schenkt.

Ebenso wie ein gutes Auto­mobil die rich­tige Zusam­men­stel­lung von Motor­kraft und Antriebs­system braucht, bringen Sie Ihre Rede lieber ohne Schwund und Durch­drehen der Räder auf die Straße.

Grund­sätz­lich ist eine Heirat in unserem Kultur­kreis aber eine heitere und freud­volle Ange­le­gen­heit; es geht an diesem Tag um Liebe und Glück – woran sich Ihre Rede in Inhalt und Stil anpassen sollte.

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Erinnerung an die Geburt der Tochter

Beispiel-Formu­lie­rung für Einstieg oder Mittelteil:

„Liebe Hoch­zeits­gäste,

nun sind fast 29 Jahre vergangen, seit ein verspä­tetes Weih­nachts­ge­schenk früh das Licht der Welt erblickte.

Kurz nach Weih­nachten hat mein kleiner Engel als Früh­ge­burt mein Herz mit Liebe erfüllt.

Ich erin­nere mich noch genau daran, Eva …

Wie ein kleines Vögel­chen lagst du da im Brut­kasten – und hast mich verzaubert.

Heute, viele Jahre später, verzau­berst du oben­drein deinen Adam.

Seit heute auch in seiner Eigen­schaft als Ehemann.

Wir alle können sehen, dass aus meinem kleinen Vögel­chen längst eine bezau­bernde Frau geworden ist.

Natür­lich nicht ohne so manch miss­lun­genen Flug­ver­such auf der Strecke bis hierhin. 🙂

Doch so stur – oder sagen wir: so beharr­lich 🙂 -, wie du manchmal auch sein magst …

Genauso beharr­lich hast du immer deinen Weg gesucht und gefunden.

Und der hat uns heute sinni­ger­weise ins Restau­rant zum Goldenen Adler geführt. 🙂

Ich bin stolz wie ein Adler, dass du so einen guten Mann gefunden hast, Eva!

Liebes Braut­paar, durch eure hervor­ra­gende Part­ner­wahl und durch eure tiefe Liebe zuein­ander sind euch Flügel gewachsen, die euch durch euer ganzes Leben tragen können (…)“

Aussage-Anker: humorvolles Zitat

Beispiel-Formu­lie­rung für Einstieg oder Mittelteil:

„Meine liebe Tochter Eva, lieber Adam – liebe Hochzeitsgäste!

Warum liebt eine Frau einen Mann?

„Männer tragen die schweren Einkaufstaschen.“ 🙂

Die in Bayern gebo­rene Schrift­stel­lerin Victoria B. Robinson hat dies in ihrem Best­seller geschrieben:

„111 Gründe, Männer zu lieben.“

Keine Sorge, liebe Gäste:

Ich zähle jetzt nicht alle 111 Gründe auf, die für uns Männer sprechen.“ 🙂 (…)

Anspielung auf gemeinsames Hobby des Brautpaars

Beispiel-Formu­lie­rung für Einstieg oder Mittelteil:

„Ja, liebe Hoch­zeits­gäste – der Braut­vater über­gibt die Braut – und zwar gerne!

Denn hier ist – buch­stäb­lich – Liebe im Spiel.

Unsere beiden passio­nierten Brett­spiel-Freunde haben heute auch endlich das Ja-Wort ins Spiel gebracht – aus Liebe.

Ein wirk­lich unschlag­barer Joker. 🙂

Meine liebe Tochter Eva, mein lieber Schwie­ger­sohn Adam:

Heute habt ihr beide sozu­sagen die Schloss­allee erreicht – und einen echten Gewinner-Zug gemacht – in eurem gemein­samen „Spiel des Lebens“!

Ein Spiel, das span­nender wird als „Siedler“, „Tempo, kleine Schnecke“ und „Mensch ärgere dich nicht“ zusammen; davon bin ich absolut überzeugt. 🙂

Denn hier … ja, hier ist Liebe im Spiel!

Liebe, so unend­lich wie eine Runde Monopoly! 🙂

Ihr beide gehört einfach zusammen wie ein Pasch – und das habt ihr heute endlich offi­ziell gemacht!

Und wir alle, wir freuen uns mit euch über euer Glück!“

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Unverdächtige Eigenart statt peinlicher Anekdote

Beispiel-Rede, aufbauend auf dem Lieb­lings­film der Braut (hier: Titanic):

„Liebe Gäste!

Und vor allen:

Liebe Eva, lieber Adam – liebes Hochzeitspaar!

Zu eurer Traum­hoch­zeit servier’ ich euch eine traum­hafte Braut­va­ter­rede ☺ – ist doch klar!

Na ja, in Wahr­heit bin ich kein Schiller und auch kein Goethe …

So mancher Reim brachte mich doch in schwere Nöte. ☺

Darum bediene ich mich beim Lieb­lings­film der Braut – wo die Haupt­figur Jack ein berühmtes Zitat raushaut:

„Ich bin der König der Welt!“ ruft er aus tiefster Kehle.

Und so denkt auch der Bräu­tigam heute, tief in seiner Seele.

Ja, lieber Adam – oder sag’ ich gleich:

„Lieber Schwie­ger­sohn“?

Du bekommst Eva – und mich als Schwie­ger­vater dazu, als Extra-Lohn. ☺

Bist der König der Welt – mindes­tens für deine bezau­bernde Braut. ☺

Du bist der Mann, der sich ein ganzes Leben mit ihr zusammen traut! ☺

Du kamst als junger Prinz daher, ☺ vor vielen Jahren.

Du hast sie sofort als Königin deines Herzens ausge­macht – und gleich mal mit deinem sympa­thi­schen Lächeln ange­macht, ehm angelacht. ☺

Du bist ein sympa­thi­scher Mensch, hilfs­be­reit und gut erzogen; der ruhende Pol im „Königs­haus“, glät­test stets die Wogen.

Hast längst deine guten Spuren in Evas Leben hinter­lassen – darum wird, was ich nun sage, dich auch nicht überraschen:

Ganz offi­ziell – und begleitet von einer imagi­nären Fanfare – ☺ ernenne ich dich hiermit zum Herzens­könig meiner Tochter für alle Jahre!

Will­kommen in der Familie, deren Teil du längst bist.

Wir hätten dich sonst auch wirk­lich sehr vermisst. ☺

Meine liebe Eva!

„Ich bin der König der Welt“ – ein Zitat, das in deinem Lieb­lings­film Tränen entfacht, und heute lebst du selbst ein Märchen aus Tausend­und­einer Nacht.

Du bist seine „Rose“, er dein „Jack“ – aber mit Happy End!

Jeder eurer Gäste die große Liebe zwischen euch erkennt.

Du bist ein herzens­guter Mensch und für alle die gute Seele – ohne dich für alle deine Freunde so viel im Leben fehlte.

Bist auch eine flei­ßige Frau – als Mädchen eine zucker­süße Streberin: ☺

In deinen Zeug­nissen waren immer viele Einser drin. ☺

Auch im Leben hast du eine 1, denn du hast deinen Traum­prinzen gefunden – und dich nun mit einem bedeu­tungs­vollen „Ja“ auf ewig an ihn gebunden.

Ja, heute erlebten wir die Krönung von dir und deinem auser­wählten Gatten. ☺

Ihr seid ein Traum­paar – stellt selbst Rose und Jack in den Schatten. ☺

Nur bei der Musik habt ihr gele­gent­lich schon mal verschie­dene Ansichten … ☺

Wenn du deinen Hip-Hop aufdrehst, würde sich Adam gerne die Ohren abdichten. ☺

Und auch, ob nun „Titanic“ oder „Star Wars“ besser ist, bleibt ungeklärt. ☺

Ich zitierte anfangs aus Titanic – da wär’ zum Schluss was aus „Star Wars“ gar nicht verkehrt?

Und so sag’ ich euch mit meinem fast letzten Reim:

Liebe Eva, lieber Adam – „möge die Macht mit euch sein“!

Von Herzen alles Gute für eure Zukunft, gekröntes Hochzeitspaar!

Genießt den heutigen Abend mit mir ☺ und eurer Gästeschar!

Lasst uns das Glas auf die Königin und ihren König erheben, liebe Gäste – dann ist nun auch Schluss mit langen Reden! ☺

Prosit! ☺

(…)

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hoch­zeits­rede jana’s Papa