Reden für die Gemeinschaft: die gelungene Rede im Verein
Freitagabend im Vereinsheim: Die Tische sind voll, die ersten Gläser stehen, vorne liegt die Tagesordnung.
Mitglieder, die seit fünfzig Jahren dabei sind, sitzen neben Jugendlichen, die gerade erst angefangen haben.
Dann klopfen Sie ans Glas, und es wird still: die Rede im Verein.
Sie ist der Moment, in dem aus Kassenbericht und Mitgliederzahlen wieder eine Gemeinschaft wird.
Wie gelingt eine Rede im Verein, an die sich die Mitglieder noch beim nächsten Training erinnern?

Ich habe viele Reden für Vereine geschrieben: für Sportvereine und Schützenbruderschaften, für Musik-, Heimat- und Fördervereine, für Feuerwehr und Rotes Kreuz.
Manche Vorsitzende kommen jedes Jahr wieder, zur Jahreshauptversammlung, zur Weihnachtsfeier oder zum Schützenfest.
Die besten Reden hatten eines gemeinsam: Sie erzählten vom Vereinsjahr in Geschichten und nannten die Menschen, die es getragen haben.
Die schwächsten lasen vor, was ohnehin im Protokoll steht.
Ein Verein lebt vom Ehrenamt, und Ehrenamt lebt von Anerkennung.
Ihre Rede ist oft die einzige Gelegenheit im Jahr, diese Anerkennung öffentlich auszusprechen: dem Platzwart, der Kassiererin, den Trainern, den Eltern, die jeden Samstag fahren.
Ob Sie nach der Wahl danken, ein Vorstandsmitglied verabschieden oder zum Vereinsjubiläum sprechen: Eine gute Rede im Verein ist ein Dankeschön, das alle hören.
Ob Sie eine Begrüßungsrede zur Jahreshauptversammlung suchen, eine Dankesrede nach der Wahl in den Vorstand, eine Rede zur Verabschiedung eines Vorstandsmitglieds oder ein Grußwort für die Festschrift: Das Fundament ist immer der Dank an die Menschen, die den Verein tragen.
Wer die Ehrenamtlichen beim Namen nennt, hat den Saal auf seiner Seite.


