Halbzeit am Bau: die gelungene Richtfest-Rede
Der Rohbau steht, der Dachstuhl ist aufgerichtet, oben am First hängt der geschmückte Richtkranz.
Unten stehen Zimmerleute, Maurer, Bauleiter, Architekten, Nachbarn und Freunde mit einem Glas in der Hand.
Dann wird es still, und alle Blicke richten sich auf Sie: die Richtfest-Rede.
Sie ist der Moment, in dem der Bauherr Danke sagt – für Monate voller Arbeit, Staub und Entscheidungen.
Wie gelingt eine Rede zum Richtfest, die die Handwerker wirklich erreicht?

Ich habe viele Reden zum Richtfest geschrieben: für Familien, die ihr erstes Haus bauen, für Unternehmen mit neuer Firmenzentrale, für Stiftungen, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften.
Die besten hatten eines gemeinsam: Sie waren kurz, sie nannten Menschen beim Namen, und sie hatten eine Geschichte von dieser einen Baustelle.
Die schwächsten bestanden aus Baustatistik und einem pauschalen Dank an „alle Beteiligten“, bei dem sich niemand gemeint fühlte.
Das Richtfest ist ein Fest der Handwerker.
Der Brauch reicht Jahrhunderte zurück: Ist der Dachstuhl gerichtet, spricht der Zimmermann vom Dach seinen Richtspruch, leert sein Glas und wirft es in die Tiefe.
Zerspringt es, bringt das dem Haus Glück.
Ihre Rede als Bauherr gibt diesem Ritual den Rahmen.
Oft ist sie nach der Rede zur Grundsteinlegung schon Ihre zweite Ansprache auf dieser Baustelle.
Eine gute Richtfest-Rede ist ein Händedruck in Worten – fest, ehrlich und kurz.
Ob Sie eine Richtfest-Rede als Bauherr für Ihr Eigenheim suchen, eine Rede zum Richtfest für den Neubau Ihres Unternehmens oder ein Grußwort zum Richtfest als Bürgermeister: Das Fundament ist immer echter Dank, verpackt in eine Geschichte von dieser Baustelle.
Wer den Handwerkern beim Namen dankt, hat beim Richtfest die Herzen schon gewonnen.


