Der erste Stein: die gelungene Rede zur Grundsteinlegung
Die Baugrube ist ausgehoben, die Bodenplatte gegossen, ein Zelt steht am Rand der Baustelle.
Neben dem Grundstein liegen Kelle, Hammer und eine kleine Kupferkassette.
Ehrengäste, Bauleute, künftige Nutzer und die Lokalpresse warten, dann gehört das Wort Ihnen: die Rede zur Grundsteinlegung.
Sie ist der Moment, in dem aus Plänen und Beschlüssen ein Versprechen wird, das alle hören.
Wie gelingt eine Rede zur Grundsteinlegung, die mehr bleibt als eine Pressemitteilung?

Ich habe viele Reden zur Grundsteinlegung geschrieben: für Unternehmen mit neuem Werk oder neuer Zentrale, für Kommunen mit Schule, Kita oder Feuerwache, für Stiftungen, Kliniken, Kirchengemeinden und Familien.
Die besten hatten eines gemeinsam: Sie sagten, für wen gebaut wird.
Die schwächsten lasen Kennzahlen vor, die schon in der Einladung standen.
Die Grundsteinlegung ist ein alter Brauch.
In einen Hohlraum des Steins kommt eine Kassette mit Urkunde, Tageszeitung, Münzen und Bauplänen.
Sie wird eingemauert, und mit drei Hammerschlägen und einem guten Wunsch wird der Stein „gelegt“.
Ihre Rede gibt diesem Ritual seinen Sinn, denn sie spricht zu den Gästen von heute und zu denen, die die Kassette vielleicht in hundert Jahren öffnen.
Etwa ein Jahr später folgt oft schon Ihre zweite Ansprache auf derselben Baustelle, die Rede zum Richtfest.
Eine gute Rede zur Grundsteinlegung legt das Fundament in Worten – fest, klar und mit Blick nach vorn.
Ob Sie eine Rede zur Grundsteinlegung als Bauherr für Ihr Unternehmen suchen, ein Grußwort zur Grundsteinlegung als Bürgermeister oder passende Sprüche für die Hammerschläge: Das Fundament ist immer die Frage, wofür dieses Haus gebaut wird.
Wer beim ersten Stein sagt, wem das Haus dienen soll, hat die Gäste schon gewonnen.


