Zeugnis in der Hand: die gelungene Rede zum Abitur
Samstagabend in der Stadthalle: Die Abiturientinnen tragen Abendkleider, die Abiturienten Anzüge, an den Tischen sitzen Eltern, Geschwister und Großeltern.
Die Schulleiterin hat gesprochen, die Stufensprecher haben ihre Lehrer aufs Korn genommen, die Zeugnisse sind verteilt.
Dann tritt eine Mutter ans Mikrofon, die Elternvertreterin: die Rede zum Abitur im Namen aller Eltern.
Für ein paar Minuten wird der Saal ganz leise.
Wie gelingt eine Rede zum Abitur, die für alle Familien spricht und trotzdem persönlich klingt?

Das Abitur ist mehr als ein Zeugnis.
Es ist der Abschied von zwölf oder dreizehn Jahren Schule, von Pausenbrot und Elternabend, von Klausurenstress am Küchentisch.
Für die jungen Leute beginnt etwas Neues: Studium, Ausbildung, ein Jahr im Ausland.
Für die Eltern endet etwas.
Viele Kinder ziehen in den nächsten Monaten aus.
Genau diese doppelte Bewegung macht die Rede der Eltern so besonders.
Die Schulleitung würdigt die Leistung, die Schüler feiern sich selbst.
Die Eltern dürfen etwas anderes sagen: wie stolz sie sind, was diese Jahre auch für die Familien bedeutet haben, und dass Loslassen schwerer ist, als man denkt.
Eine gute Rede zum Abitur sagt den jungen Leuten: Geht los. Und ihren Eltern: Ihr habt das gut gemacht.
Ob Sie eine Rede als Elternvertreter beim Abiball suchen, eine Rede zum Abitur für Ihre Tochter oder Ihren Sohn, eine Rede zur Matura oder ein paar Worte zum bestandenen Abitur am Familientisch: Das Fundament ist immer derselbe Dreiklang aus Rückblick, Stolz und Aufbruch.
Wer zum Abitur spricht, verabschiedet nicht nur eine Schulzeit, sondern auch ein Stück Kindheit.


