Die Kunst der Huldigung: die gelungene Damenrede
Der Saal ist festlich gedeckt, die Kerzen brennen, das Essen ist abgetragen.
Dann klopft jemand ans Glas, und ein Herr erhebt sich, um im Namen aller Herren die anwesenden Damen zu ehren: die Damenrede.
Beim Kommers und Stiftungsfest einer Studentenverbindung gehört sie fest zum Programm, ebenso auf vielen Bällen, bei Gesellschaften und manchen Hochzeiten.
Wie gelingt eine Damenrede, die charmant ist, ohne altmodisch zu wirken?

Ich habe viele Damenreden geschrieben und noch mehr Entwürfe gelesen, die mir Kunden zur Überarbeitung geschickt haben.
Die besten hatten eines gemeinsam: Sie haben die Damen nicht beschrieben, sondern gewürdigt – mit Witz, mit Bildung und mit einer guten Portion Selbstironie der Herren.
Die schwächsten bestanden aus Komplimenten von der Stange oder aus Witzen, die schon vor dreißig Jahren niemand mehr hören wollte.
Wie Humor zündet, ohne zu verletzen, lesen Sie in meinem Ratgeber Wie man eine lustige Rede schreibt.
Ob Sie als junger Fuchs zum ersten Mal vor den Bundesbrüdern stehen, als Alter Herr die Damenrede beim Stiftungsfest halten oder auf einem Ball das Glas auf die Damen erheben: Die Grundsätze sind dieselben.
Weil die Damenrede meist am festlich gedeckten Tisch gehalten wird, finden Sie weitere Hinweise in meinem Ratgeber zur Tischrede.
Eine gute Damenrede ist eine Verbeugung in Worten – elegant, kurz und mit einem Lächeln.
Ob Sie eine lustige Damenrede für den Kommers suchen, eine Damenrede für das Stiftungsfest Ihrer Verbindung oder eine Damenrede zur Hochzeit: Das Fundament ist immer echte Wertschätzung, verpackt in Leichtigkeit.
Wer die Damen ehrt, indem er über die Herren lacht, hat die Kunst der Damenrede verstanden.


